






Der Gailtaler Mais stellt eine regionale Besonderheit dar, der sich speziell
an seine Anbauregion angepasst hat. Im Erscheinungsbild während der Vegetation zeigt er an den deutschen
Versuchsstandorten durchaus Schwächen gegenüber den Vergleichssorten,
während diese im Ursprungsgebiet nicht zu beobachten sind. Das uneinheitlichere
Erscheinungsbild ist auf das Alter der Sorten zurückzuführen.
Hier ist der Unterschied zu den hochgezüchteten Sorten durchaus erklärbar.
Anfällig zeigt er sich nur gegenüber Krankheiten und Schädlingen, die im österreichischen
Anbaugebiet nicht oder nur sehr selten vorkommen. Ein Grund dafür mag
auch sein, dass Landwirtschaft im Gailtal weniger intensiv und somit der Krankheits-
und Schädlingsdruck geringer ist. Die schlechten Erträge sind
durch die extremen Witterungsbedingungen zu erklären, mit denen der Gailtaler Mais nicht
klar gekommen ist. Im Inhalt überrascht der Gailtaler Mais mit hohen Werten bei allen
Analysen, die den Vergleichssorten in keiner Weise nachstehen. Wenn die Erträge,
nicht wie im
Versuchsfeld Freising/Pettenbrunn, an die Standardsorten heranreichen, so
ist er eine echte Alternative zu diesen. Beachtet man welches Alter die Sorten
haben, so überrascht es doch, dass inhaltlich kaum ein Unterschied zur aktuellen
Züchtung besteht. Interessanterweise ergaben sich auch keine Abweichungen
zwischen den frei abgeblühten und den künstlich Bestäubten
Proben. Für das Gailtal sind die zwei Sorten „Gailtaler gelber Landmais“
und „Gailtaler weißer Landmais“ bestens zum Anbau geeignet. Ein weiterer Versuchsanbau
in, den auch die Sorte „Gailtaler roter Landmais“ mit einbezogen
werden sollte, wäre wünschenswert, um die Ergebnisse dieser Arbeit zu festigen. Dabei sollten
die Parzellen möglichst im Verbreitungsgebiet liegen. Eine standorttypische
Bewertung der Kriterien im Vegetationsverlauf könnte damit sichergestellt werden.
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